Urbane Systeme

Ziele und Struktur

Vor dem Hintergrund des Selbstverständnisses als Disziplinen übergreifende Forschungsplattform schließt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit urbanen Systemen neben der Untersuchung der gebauten Umwelt und ihrer technischen Infrastrukturen auch die Analyse und Beschreibung der politischen und sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen, Voraussetzungen, Probleme und Konsequenzen urbanen Lebens mit ein. Nur so lassen sich valide Indikatoren von Lebensqualität für die Bewohner*innen urbaner Lebensräume auf den unterschiedlichsten Ebenen erschließen, die wiederum Grundlage für die Entwicklung von Strategien nachhaltiger Stadtentwicklung sind. Mit der Vielzahl der dafür notwendigen Disziplinen ist der Profilschwerpunkt weltweit eine der am breitesten aufgestellten Forschungseinrichtungen dieser Art. 

Der Profilschwerpunkt „Urbane Systeme“ dient dabei nicht nur den Wissenschaftler*innen der UDE als Diskussions- und Arbeitsforum, sondern integriert auf einmalige Weise auch weitere wissenschaftliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Akteure. Alle so zusammengeführten Beteiligten verfolgen gemeinsam die Absicht, eine integrative Forschung zu betreiben, die schrittweise zu neuen Erkenntnissen führt und sich dabei bewusstes Aus- und Einblenden von Disziplinen erlaubt, wohl wissend, dass neue Erkenntnisse vielfach das Ergebnis der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen (gerade in weniger etablierten Konstellationen) sind. Der Profilschwerpunkt leistet somit einen sichtbaren und maßgeblichen Beitrag zur inter- und transdisziplinären Erforschung urbaner Systeme.

Zentral für die Forschungsarbeit im Profilschwerpunkt sind unter anderem sowohl die beiden zentralen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen „Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV)“ und „Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU)“ als auch das mit Einrichtung der Professur für Urbane Epidemiologie im August 2012 gegründete „Zentrum für urbane Epidemiologie (CUE)“.