Medizin

Stammzellforscher entdecken Proteine,die sich ungleich auf Tochterzellen verteilen. Mit Dr. Bernd Giebel konnte das UK Essen jetzt einen Spezialisten in der Stammzell­forschung für das Institut für Transfusions­medizin gewinnen. Erstmals konnte Giebel kürzlich zusammen mit seiner Düsseldorfer Arbeitsgruppe eindeutig nachweisen, dass sich hämatopoetische – also blutbildende – Stammzellen asymmetrisch teilen können. Die Gruppe identifizierte vier Proteine, die sich ungleich auf die entstandenen Tochterzellen verteilten. Bei seinen nun in Essen beginnenden, von der DFG mit 460.000 E unterstützten Forschungen dienen diese Erkenntnisse als Ausgangsbasis.
Durchbruch in der Erforschung von Lungenkrankheiten
Dem Wissenschaftler Dr. Bernhard B. Singer vom Institut für Anatomie ist zusammen mit Kollegen aus Berlin und dem schwedischen Malmö ein Durchbruch in der Erforschung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) gelungen. Die Ergebnisse veröffentlichte er in der Novemberausgabe der renommierten Zeitschrift „Nature Immunology“. Darinbeschreibt er, dass bei rund 50 Prozent der Patienten Moraxellen in den Atemwegen den Rezeptor CEACAM aktivieren. Dieser wiederum hindert den TLR 2 – Rezeptor daran, seine Aufgabe – nämlich Bakterien zu erkennen und zu bekämpfen – richtig zu erfüllen.
124.000 E für Leukämieforschung: Größere Heilungschancen für Menschen mit Leukämie
Prof. Dietrich Beelen und Dr. Dr. Lambros Kordelas von der Klinik für Knochenmark­transplantation starten jetzt zusammen mit PD Dr. Vera Rebmann vom Institut für Trans­fusionsmedizin ein neues Forschungsprojekt. Ziel ist es, das Risiko eines Leukämie-Rückfalls nach erfolgter Stammzelltransplantation zuvermindern. Gefördert wird das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt mit 124.000 € von der Deutschen José Carreras Leukämie-
Stiftung.Exzellenz-Förderung: 500.000 Efür Sarkomforscher
Im Rahmen der Exzellenz-Förderung der Deutschen Krebshilfe hat der Wissenschaftler Dr. Sebastian Bauer 400.000 € sowie weitere 16.000 Dollar vom Förderprogramm „Pathway to a Cure“ erhalten. Er und sein Team erforschen und entwickeln zielgerichteten Therapien der Weichteilsarkome wie gastrointestinale Stromatumoren.
Neuer Gentest zur Wirksamkeit von Reductil
Drei Forscher des UK EssenDr. Ulrich Frey, Prof. Karl-Heinz Jöckel, Prof. Winfried Siffert – fanden zum ersten Mal im Gen GNAS einehäufige Genveränderung. GNAS steuert die Produktion eines so genannten „stimulierenden G-Proteins“, das unter anderem an der Fett­verbrennung und an der Steuerung der Herz­frequenz beteiligt ist. Menschen mit GG-Variante produzieren am meisten von diesem stimulierenden G-Protein; diejenigen mit A-Variantehingegen weniger.